Unser Gelände

Die Anfänge

Wo heute Saloon, Schmiede, Hütten und viele Details an das Leben im amerikanischen Westen des 19. Jahrhunderts erinnern – da war am Anfang vor allem eines: viel Arbeit.

Aus einer Fläche, die bei schlechtem Wetter schnell mehr Matsch als brauchbares Gelände bot, musste zunächst überhaupt ein Ort werden, an dem gebaut, gelagert und gemeinsam Zeit verbracht werden konnte. Das Gelände wurde nach und nach hergerichtet und entwässert – und erst dann konnten über die Jahre die Gebäude und Bereiche entstehen, die heute das Bild prägen.

Dabei ist hier nichts auf einmal als fertige „Westernstadt“ entstanden. Das Gelände ist Stück für Stück gewachsen: mit Ideen, vorhandenen Materialien, handwerklichem Geschick und vor allem vielen Stunden gemeinsamer Arbeit.

Gebaut, um benutzt zu werden

Ein großer Teil unseres Geländes ist in Eigenarbeit entstanden. Auch die Gebäude wurden gemeinsam gebaut. Sie folgen dabei einem modularen Prinzip: Wände und andere Bauteile sind so konstruiert, dass die Gebäude bei Bedarf wieder zerlegt und transportiert werden können.

Alte Fenster, vorhandene Materialien und viele kleine Fundstücke fanden dabei eine neue Verwendung. Und nicht alles, was heute ganz selbstverständlich zum Erscheinungsbild gehört, war ursprünglich dafür gedacht.

Ein gutes Beispiel ist unser „Brunnen“: Die Betonringe gehören eigentlich zum Drainagesystem des Geländes. Mit Holz verkleidet und mit einer Winde versehen, sind sie heute Teil des historischen Erscheinungsbildes – und erinnern gleichzeitig ganz unauffällig daran, wie viel Arbeit zunächst unter und an der Oberfläche nötig war, bevor hier überhaupt an Saloon und Co. zu denken war.

Ein Ort der Erinnerung

Zu unserem Gelände gehört auch ein Ort, der eine besondere Bedeutung für uns hat. Unsere Gedenkstätte erinnert an Menschen aus unserer Gemeinschaft, die heute nicht mehr bei uns sein können.

Sie liegt ganz bewusst nicht irgendwo abseits, sondern mitten auf dem Gelände und damit auch mitten in unserem gemeinsamen Leben. Denn zu einer Gemeinschaft gehören nicht nur die Menschen, die heute zusammen am Feuer sitzen, sondern auch diejenigen, mit denen wir viele dieser Erinnerungen geschaffen haben.

Der Long Branch Saloon

Der Long Branch Saloon ist einer der zentralen Treffpunkte auf unserem Gelände. Hier sitzt man zusammen, erzählt, trinkt etwas und lässt den Tag ausklingen.

Gerade am Abend zeigt sich vielleicht am besten, worum es uns mit dem Gelände geht: Wenn die Türen offen stehen, Licht aus den Fenstern fällt und Menschen zusammensitzen, ist der Saloon keine Kulisse mehr, sondern einfach ein Ort, der benutzt wird.

Die Schmiede

Auch unsere Schmiede ist nicht nur Teil des historischen Erscheinungsbildes. Hier sind kleinere Schmiedearbeiten möglich und es entstehen Dinge, die im Lager tatsächlich gebraucht werden – beispielsweise S-Haken, Zeltheringe, Halterungen oder Zubehör für die Kochstelle.

An der Werkbank wird außerdem repariert, angepasst und instandgesetzt, was auf dem Gelände gerade gebraucht wird.

Kleine Szenen und viele Details

Nicht alles auf dem Gelände braucht ein eigenes Gebäude. Rund um die Hütten und zwischen den größeren Bereichen sind mit der Zeit viele kleinere Szenen entstanden.

Dazu gehört auch unsere Minenszene mit Mineneingang, Schienen und Lore. An anderer Stelle stehen der Chuckwagon und die Kochstelle bereit. Vieles erschließt sich erst beim Rundgang – und manches Detail ist eher aus einer praktischen Idee entstanden als nach einem großen Bauplan.

So ist das Gelände über die Jahre gewachsen und verändert sich auch heute noch – und vermutlich wird es auch nie ganz fertig sein.

Wenn die Trading Days beginnen

Während der Trading Days kommt noch einmal mehr Leben auf das Gelände. Aus einem der kleinen Gebäude wird das Post Office, von dem aus der Pony Express seine Nachrichten über das Gelände bringt. Hütten und Zelte werden bezogen, Feuerstellen genutzt und aus den verschiedenen Bereichen werden Treffpunkte, Arbeitsplätze und Orte für das gemeinsame Lagerleben.

Auch der Tanzboden hat dann mehr als eine Aufgabe. Tagsüber bietet er unseren Besuchern einen Platz zum Sitzen, Essen und Zusammensein. Wenn Platz zum Tanzen gebraucht wird, ist die Fläche mit wenigen Handgriffen dafür bereit.

Und auch die freie Fläche zwischen Gedenkstätte und Saloon verändert sich mit dem Anlass: Am Donnerstag steht hier unsere Lange Tafel, zu der jeder etwas zu essen oder zu trinken mitbringt und wir gemeinsam den Abend verbringen. Am Samstag findet an derselben Stelle der Freiluft-Gottesdienst als Teil des Besucherprogramms statt.

Und was man sonst noch braucht

Bei aller Freude am 19. Jahrhundert darf ein wenig Gegenwart natürlich nicht fehlen. Auf dem Gelände stehen Toiletten und Waschmöglichkeiten zur Verfügung.

Denn letztlich soll unser Gelände nicht nur gut aussehen. Es soll ein Ort sein, an dem wir unser Hobby ausüben, gemeinsam arbeiten, feiern und Zeit miteinander verbringen können.